Erfolgreichster Ruderverein Österreichs

Der Erste Wiener Ruderclub LIA wurde 1863 gegründet und ist damit der älteste Körpersport treibende Verein Österreichs. ...

VIENNA NIGHTROW

Aktuelles

19.-22.6.2014 ERSTAUNLICH...

..sagte Nik, mit welch einfachen Mitteln man eine Wanderfahrt bestreiten kann, als mir Milki mit einem Spagat die Rollschiene festband.

Wir waren gerade mitten am Marktplatz der kleinen Ortschaft Precenicco und wurden dort im Angesicht der Kirche neben einer Trattoria vornehm ins Wasser der Sile gebracht.

Wir, das sind die "Schlögen" und die "Passau", Schellenbacher Boote die bei Ister Linz ihre Jugendzeit verbrachten, damals von Größen wie Dieter Losert und Helmut Kuttelwascher gerudert wurden, eine Zeitlang in einer Art Dornröschenschlaf gehalten wurden und dann an die Armada verkauft wurden.

Mit Plastikdollen versehen, die Bespannung mit skurillen Klebestreifenmustern abgedichtet und halbwegs eingestellt, mit Hackebeilen berudert, bringen wir nicht mehr Kilos auf die Waage als Kunststoffboote.

Da unser Marktwert gegen null geht, rudern unsere Besatzungen einerseits vollkommen befreit von dem Stress irgend einen Schaden einzufahren, andererseits mit einem liebevoll pflegenden Umgang angesichts unserer Alterswürde und Einmaligkeit (die Armada hat nicht viele Boote). Das tut uns sehr gut und wir revanchieren uns dafür mit gutem Bootslauf und Stabilität für unsere Mannschaften.

Diesmal (19.-22. Juni) bestanden sie aus Christa Zeitlhofer, Gabriele Greimel, Alexandra Deimel, Susanne Schuster, Elisabeth Winterauer, Nik Nemeskeri und Peter Dworzak/Milki.

Sie ruderten uns die Sile runter bis Lignano, dort machten sie Mittagsrast in einer Marina - wir ruhten inzwischen gemütlich am Wasser im Ruderclub - und kamen in bester Stimmung zurück; sie erzählten was von Aperol Spritz, Bier, Wein und Frutti di Mare.

Dann hatten wir es lustig: der Milki und der Nik wollten nach Marano und steuerten ein falsches Ziel an, wir sagten natürlich kein Wort und hatten unsere Hetz als wir einige Male in Fischernetzen verheddert waren und den divergierenden ?dort müss ma hin? zuhörten.

Der Spass war bald vorbei, als die Beiden den vermeintlichen Kirchturm von Marano als Raffinerie Rauchfang erkannten, aber wir trösteten uns mit dem Seitenwind und schaukelten fest auf dessen Wellen, so dass die Mannschaften doch gefordert waren ? wir hingegen schöpften natürlich kaum Wasser!

In Marano fanden sie sofort eine passable Anlege-, Ausstiegs- für sich und Übernachtungstelle für uns und wir gönnten ihnen einige Biere an der Strandbar direkt neben uns. Soweit wir feststellen konnten, waren sie nun glücklich und bester Stimmung.

Optisch etwas armselig zogen sie mit den Bieren im Bauch und ihren Säcken am Rücken samt schwarzen Popoflecken kindisch kichernd Richtung Zentrum und dürften dann dort in irgendeinem Hotel die Nacht verbracht haben, jedenfalls kehrten sie zur ausgemachten Zeit in der Früh zurück und starteten uns in Richtung Aquileia.

Übereinstimmend müssen wir zugeben, dass dies eine zauberhafte Etappe war, spiegelglattes Wasser, Ruhe, abwechslungsreiche Lagunenlandschaft links und rechts der Fahrstrasse, Fischerhütten und optimales Wetter und sagen wir halt: tollerierbare Rudertechnik.

So erreichten wir Porto Buso, dort machten wir ausgiebige Rast im Schatten, während sich die Crew dem unvermeidlichen Trattoriabesuch hingab.

Am Nachmittag gings weiter nach Aquileia und wir freuten uns, dass wir im Zentrum gut vertäut die Nacht zubrachten, ganz neben der Absteige unserer Ruderer.

Am Abend das übliche, für Menschen scheinbar notwendige Lachen, Essen und Trinken, am nächsten Vormittag auch noch Kulturaktivitäten, es hätte ihnen gut gefallen, der Markt, die Basilika und die Römerausgrabungen, schwatzten sie, als wir den Fiume Natissa Richtung Süden fuhren.

Einen letzten Badestopp mussten wir noch erdulden, aber seis drum, wenns ihnen Spass gemacht hat, bevor wir nach Grado gerudert wurden.

Das hat uns ganz gut gefallen, durch die badenden Omas, Opis, schreienden Kinder und feschen Stranditalienern mit ihren zugehörigen Nixen im feinen Sand unsere Kiele anzulanden. Wir wurden sogar bewundert, das hätten wir nie erlebt, wenn uns die Ister behalten hätte. Vielen Dank!

Silvia und Günter Hammermüller empfingen unsere Mannschaften, wir wurden Gott sei Dank noch vor ihrem Gelage ordentlich auf den Hänger geladen und waren zufrieden.

Passau und Schlögen

 

 

 

 


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