Erfolgreichster Ruderverein Österreichs

Der Erste Wiener Ruderclub LIA wurde 1863 gegründet und ist damit der älteste Körpersport treibende Verein Österreichs. ...

VIENNA NIGHTROW

Aktuelles

13.6.-24.6.2015 Rudertour Masuren

Vorauserkundung und Bootstransport:                                                                       Der Wunsch, einmal die Masuren in Polen zu berudern, wurde immer öfter und unüberhörbar an uns herangetragen, sodass wir uns entschlossen, im Frühjahr, noch vor Saisonbeginn, nach Polen zu reisen um die gewünschte Rudertour zu erkunden. Nach Studium der einschlägigen Literatur (Bootsurlaub in Masuren, Verlag Edition Maritim), Besorgung der speziellen Wassersport-Karten (MAZURY czesc poludniowa und czesc polnocna 1:60.000, Geobuchhandlung Kiel) und nach Anhörung diverser Berichte von unseren Vorgängern (z.B. RC Normannen), haben wir uns entschlossen, nur den südlichen Teil zu befahren.

Die Gründe dafür waren:

Erstens ist der südliche Teil der landschaftlich schönere, zweitens sind die südlichen Gewässer für Ruderboote besser geeignet und drittens konnten wir von einem Hotel (Hotel Nidzki in Ruciane-Nida) aus fast alles befahren ohne lange Transportwege in Kauf zu nehmen.

Und so war dann auch die Durchführung der Rudertour mit 2 Fünfern mit Fußsteuerung ("Bonn" und "Kreuzenstein").

An den ersten beiden Tagen beruderten wir den wohl schönsten aller Masuren-Seen, den Jezioro Nidzkie bis nach Jascovo.

Am dritten Tag ging es Richtung Norden. Zunächst der Jezioro Guzianka Welka, an dessen Ende uns eine Schleuse erwartete. Nachdem unser treuer Landdienstbeauftragter Simeon bereits mit dem Schleusenwärter Freundschaft geschlossen hatte, wurden wir problemlos geschleust. Nach dem Essen ruderten wir durch die sehr sehenswerte Stadt Mikolajki und erreichten Stare Sady rechtzeitig wo uns Simeon bereits erwartete.   

Am vierten Tag ruderten wir weiter Richtung Norden, konnten aber unser nördlichstes Ziel, das Städtchen Ryn wegen heftigen Gegenwinden nicht ganz erreichen, fanden wieder einen schönen Rastplatz für unser Mittags-Picknick und ruderten anschließend mit Rückenwind nach Stare Sady zurück.

 

Der fünfte Rudertag brachte uns zur Ferienanlage Galindia, eine Mischung aus Abenteuerspielplatz und fantastischem Freilichtmuseum. Ein Warschauer Arzt, ein Fan des alten Pruzzenstammes der Galinder, baute auf dem weiträumigen Gelände eine Festung nach galindischem Vorbild ganz aus Holz. Die Galinder lebten hier bis ca. 1283 und mussten sich danach den Rittern des Deutschen Ordens unterwerfen.

Der sechste Tag war ein Regentag und daher der Besichtigung von Mikolajki gewidmet.

Der siebente Rudertag ist dadurch besonders gekennzeichnet, dass wir von Galindia aus mit 5 Paddelbooten, eine gelungene Mischung von Kajak und Kanu, den Fluss Krutynia befuhren, von der Mündung etwa 6 bis 8 Km gegen eine zugegeben sehr geringe Strömung. Und natürlich zurück nach Galindia, somit etwa 15 Km gepaddelt.

Der achte Rudertag brachte uns zum Port Binduga, einem großen Campingplatz am Jezioro Sniardwy, dem größten Binnensee Polens. Nur 19 Km, jedoch bei großen Wellen und viel Seitenwind.

Am neunten Rudertag ruderten wir wieder am Jezioro Sniadwy zurück zu Jezioro Beldany bis zum Campingplatz Goly Rozek, nur 24 Km, trotzdem waren wir sehr erschöpft, da viel Wind und Wellen.

Am zehnten und letzten Rudertag ruderten wir nur noch 8 Km, vom Campingplatz Goly Rozek zur Schleuse und unserem Hotel.  

Alle Teilnehmer dieser Tour waren begeistert und überraschender Weise wurde übereinstimmend der Paddeltag auf dem Krutynia-Fluss zum schönsten Erlebnis gekürt.

Wien, am 10.September 2015

Martina Saukel und Nikolaus Nemeskéri     

 


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