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Der Erste Wiener Ruderclub LIA wurde 1863 gegründet und ist damit der älteste Körpersport treibende Verein Österreichs. ...

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Aktuelles

18./19.10.2015 Head of the Charles Regatta (HOCR) Boston USA

Head of the Charles Regatta (HOCR), Boston, 18. und 19.Okt. 2015

 

1965 erstmals, damals noch als kleine intime Regatta, vom Cambridge Boat Club (CBC) in Boston auf dem Charles River mit einigen wenigen Rennen veranstaltet, hat sie sich mittlerweile zu einer Monster-Regatta entwickelt. Heuer gab es 2.222 Meldungen mit etwa 12.000 Aktiven aus 776 Clubs. Soweit mir bekannt ist, handelt es sich hier um die größte Regatta überhaupt. Ungefähr 1.400 freiwillige Helfer sind  für die organisatorische Abwicklung dieser zweitägigen Veranstaltung notwendig.

Das Zuschauerinteresse ist für uns, die wir die österreichischen und vielleicht auch noch die europäischen Regattaplätze gewöhnt sind, unvorstellbar. Tausende und Abertausende tummeln sich entlang der Strecke und vor allem in einigen Zuschauerbereichen.

Die Strecke ist 3 Meilen, also knappe 5 Kilometer, lang und führt stromaufwärts auf dem Charles River. Es ist ein Head-Race, d.h. die Boote starten hintereinander in einem Abstand von 10 bis 15 Sekunden.

Die Strecke ist recht anspruchsvoll, ist der Fluß im Regatta-Bereich doch nicht sehr breit, hat einige Kurven und mehrere Brücken mit zum Teil nicht allzu breiten Durchgangsweiten, was bei Überholmanövern immer wieder zu brenzligen Situationen führt.

Es gibt hier Rennen für alle Altersklassen, von JuniorInnen über die Allgemeine Klasse bis zu Masters.

Ich selber bin heuer schon zum wiederholten Male hier am Start gewesen, in früheren Jahren vor allem im Doppelzweier und Doppelvierer. 2014 bin ich erstmals im Einer gestartet, im so genannten Veteran Single II (das ist 65 - 69 Jahre), und konnte gleich einen Sieg erringen.

Heuer nahm ich wieder an diesem Bewerb teil und konnte meine Gegner, die alle hinter mir gestartet sind, klar auf Distanz halten und bei kalter und durch ziemlichen Gegenwind gekennzeichneter Witterung meinen Vorjahressieg wiederholen. Bei einer sehr feierlichen Siegerehrung durfte ich überglücklich die wunderschöne Medaille (es ist mittlerweile schon meine neunte und sie ist im Bild nebenan in Plakatform zu sehen) in Empfang nehmen. Der große Aufwand hat sich wieder einmal gelohnt.

Um den Aufwand noch mehr zu rechtfertigen habe ich mich heuer entschlossen, neben dem Einer auch noch einen Mixed-Zweier und einen Masters-Doppelvierer zu bestreiten. Beide Mannschaften bin ich erstmals gerudert, im Zweier hatten wir nur eine Ausfahrt, im Vierer gar keine vor dem Rennen. Mit Platz vier im Zweier, nur 1 Sek hinter Platz 3, waren wir zufrieden, mit Platz 17 von 40 Booten im Vierer nicht so ganz.

Die Head of the Charles Regatta ist jedenfalls für Ruderer ein einmaliges Erlebnis.

 

Einen ausführlicheren Bericht wird es im LIA-Boten 2015-4 geben.

 

Nähere Informationen über HOCR und Ergebnisse finden sich auf www.hocr.org.

 

Bericht: Raimund Haberl

 

Foto: Phil Stekl


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