Erfolgreichster Ruderverein Österreichs

Der Erste Wiener Ruderclub LIA wurde 1863 gegründet und ist damit der älteste Körpersport treibende Verein Österreichs. ...

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Aktuelles

29.10.2016 LIA Herbst Arbeitstag

Der LIA Herbst Arbeitstag vom vergangenen Samstag, dem 29. Oktober, schreibt tatsächlich Geschichte: Nach einem nun mehr als über 20 Jahre erlittenen Provisorium bei der kleinen Bootshalle, konnte dieses mit dem Versiegeln und Streichen des Betonbodens endlich abgeschlossen werden. Die Freude ist groß, kann doch künftig die kleine Bootshalle problemlos mit dem Besen gekehrt und von Schmutz, Blättern, Unrat und Kies befreit werden, ohne dass durch den unversiegelten und daher sandenden Betonboden die ganze Halle und mit ihr alle Boote in einer undurchdringlichen Wolke aus losgebürstetem Betonstaub verschwindet, die sich dann als Millimeter dicke Schicht auf alles absenkt. Danke Xandi, Matthias, Erwin und Hans mit Team.

 

Besonders stolz sind wir auch über das in neuem Glanz erstrahlende Glasdach bei der Bootsablage am Vorplatz auf der Seite der Naturfreunde. Hier ist es Raimund gelungen, nicht nur das Dach von einer dicken Laubschicht zu befreien, sondern das ganze Dach von allem Moos und Schmutz zu reinigen und die darauf drückenden Äste der drei Bäume so zurück zu sägen, dass keine Gefahr mehr für die nun in der Sonne funkelnde glasklare Fläche besteht. Wer so eine Ablage nicht pflegt, wird sich binnen weniger Jahre mit teuren Restaurierungen abfinden müssen, statt das Geld in gutes Bootsmaterial investieren zu können. Danke Raimund und all seinen Helfern, die das Wasser auf und zu drehten und Sägen, Klemmen, Seife und Trittbretter reichten.

Äußerst gut gelungen ist dieses Jahr auch der Schnitt der Hecken. Keine durchtrennten Stromkabel, keine Kurven und Unebenheiten, kein in den Hecken zurückgebliebenes Schnittgut. Wer hätte geglaubt, dass Bernhard 'Berni' Vago so ein Händchen für die elektrische Heckenschere hat. Dieser Mann und Trainer der künftigen LIA B Junioren ist richtig gut! Souverän, zügig und vollkommen fehlerfrei hat er die Hecken in einer rekordverdächtigen Zeit in die richtige Fa­çon  gebracht, unterstützt von einer Schar LIA Schülerinnen und natürlich Jamie und Adrian, die die gefallenen Blätter und Äste entsorgten sowie Alois, der Mann mit der groben Zange, der die dicken Stämme der Essigbäume fachgerecht zurück zwickte. Berni und Team, das war eine super Leistung!

 

Auch die zweite Trainerin der LIA B Junioren Pia Pammer hat sich mächtig ins Zeug gelegt und zusammen mit Valerie Gartner keine Blättchen auf der LIA Terrasse gelassen und mit hoch akrobatischen Einlagen sämtliche Regenrinnen vom verstopfenden Laub befreit.

Für klare Verhältnisse sorgen im Innenraum auch die LIA Damen Renée, Alexandra und Daniela mit einer großen Schar an emsigen Schülerinnen. Kein Fenster, keine Scheibe, kein Pokal im Treppenhaus blieb verschont. Ja selbst die LIA Clubraumlampe, der wunderschöne Holzskiff wurde mit Pinsel und Besen von Staub und Weben befreit und strahlt nun wieder einem Swarovski Luster gleich sein Licht in den Raum. Lali, nur du darfst künftig jemals wieder an dieses Designjuwel ran.

 

Auch in der neuen Bootshalle hat sich einiges getan. Wo vorher hauptsächlich Laub, Plastikplanen und zwischen Holzbalken und Staub vereinzelt ein Boot herum lag, wurden von Michi Stangl, Erwin Huber, Marco und Tobias die neuen Bootsablagen eingemessen und belegt. Gegenwärtig haben wir aber immer noch Platz für drei weitere Vierer, einen Zweier und einen Einer. Hier darf sicher angeregt werden, den stark staubenden und nicht kehrbaren Boden auch zu versiegeln und eventuell ein rollbares Gestell für Einer in der Hallenmitte anzuschaffen, um den Platz der neuen Halle auch vollumfänglich zu nützen. Danke Burschen - toll eingemessen von Euch, mit viel Geduld und Millimeterarbeit.

 

Last but not least wurde unter der kundigen Leitung von Otto, Waltraud, Catherine, Susi, Maria und einer ganzen Schar von LIA Schüler- und LIA Mastershänden alles an Laub, Geäst und Unrat auf dem ganzen LIA Gelände, vom Ufer der Alten Donau bis zum Hängerplatz aufgenommen. Oliver und Rainer, tatkräftig unterstützt von Edi, Flo und weiteren LIA Schülern zerlegten und entsorgten fachgerecht den zerfallen Einer Dr. Maschek, einen Haufen vergammelter Surfbretter und verrostete Radergometer mit dem von der Familie Lehrer zur Verfügung gestellten Hänger. Damit Rost, Schimmel und Fäulnis künftig keine Chance haben, wurden von dieser Truppe auch die Stromboote Kreuzenstein und Kaisermühlen auf den Wiesenablagen abgeriggert und fachgerecht in Planen für den Winter verpackt und die Ausleger zu den Booten gebunden. Schnee und Wetter kann kommen - wir sind gewappnet - und unsere Boote auch. Kleines Detail am Rande: Die Ausleger des nicht wieder zu restaurierenden und daher entsorgten Einers, Dr. Maschek finden künftig an der Zimmerwand von Edi einen würdigen Ehrenplatz. Mögen sie ihrem neuen LIA Besitzer viele Rudererfolge und immer eine Handbreit Wasser unter dem Kiel besorgen.

 

Die Freude über all die gelungen Verbesserungen in der LIA, die Freude auch über die von Catherine und Valerie mitgebrachten Kuchen - italienischen Panettone und selbstgemachte Linzer Torte - die im Anschluss zu von der Kantine spendierten Drinks, Sturm, Bier und Kaffee gemeinsam genossen wurden, hielt sich die Waage mit dem etwas etwas fahlen Beigeschmack, dass erneut immer wieder dieselben Mitglieder hier Vieles und Großes für alle leisten, während doch leider viele LIA RuderInnen tatsächlich noch nie Hand angelegt haben und nur selbstverständlich und ungeniert davon profitieren. Ein Verein jedoch kann nur dann erfolgreich bestehen, wenn Rechte durch die Mitglieder auch mit Pflichten wahrgenommen werden, wenn nicht nur das Ich sondern auch das Wir zählt, wenn nicht nur der individuelle Hedonismus und dem Ego gefrönt wird, sondern auch die Bereitschaft zu Kompromissen gefordert und gefördert wird, letztlich wenn jeder auch bereit ist gelegentlich Tätigkeiten zu übernehmen, die nicht nur unmittelbar den persönlichen Interessen dienen. Eine Haltung, die gleichgültig, irrtümlich oder kalkuliert, rein auf individualistische, auf egoistische, asoziale, parasitäre Standpunkte setzt, ist kurzsichtig, ein Schuss ins eigene Knie und schlicht der Untergang von jedem Verein, von jeder Gemeinschaft, letztlich jeder Gesellschaft. Vielleicht denkt der/die eine oder andere darüber nach, wenn er/sie über die neuen Gummimatten zum Abstreifen der Kieselsteine von den Hallen geht und gut gelaunt das Boot in ein spiegelglattes Ruderwasser setzt.

 

All jene, die aber tatsächlich verhindert waren und sich im Vorfeld entschuldigt haben, aber auch all jene, die  einen Gerechtigkeitssinn und Intellekt über ein Ein-Mann-Universum hinaus entwickelt haben, darf ich einladen, sich bei zu mir zu informieren und sich dann selbständig zu organisieren und die eine oder andere nach wie vor vorhandenen Baustelle in der LIA selbstverantwortlich, vielleicht nach einem Training binnen einer halben oder gar einer ganzen Stunde zu beseitigen. Ein, zwei Stunden im Jahr ist wirklich nicht so schlimm und der gemeinsame Kaffeeplausch danach schmeckt gleich nochmals besser. Nichts verbindet so sehr, wie gemeinsames Tun.

 

Hans 10/2016

 

 


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