Erfolgreichster Ruderverein Österreichs

Der Erste Wiener Ruderclub LIA wurde 1863 gegründet und ist damit der älteste Körpersport treibende Verein Österreichs. ...

VIENNA NIGHTROW

Aktuelles

12.-17.8.2013 Wanderfahrt von Budapest nach Mohács

Organisiert hat diese sogenannte Jubiläumswanderfahrt zum 150 Jahr-Jubiläum der Lia  unser Stromfahrwart Nik Nemeskeri in bewährter Weise. Nik und Ernst Chowanetz waren schon in der Woche davor - der heißesten des Jahres - von Klosterneuburg nach Budapest gerudert. Die restlichen TeilnehmerInnen waren eine Mischung aus 4 Frauen vom Ruderclub Armada - Christa Zeitlhofer, Gabriele Greimel, Alexandra Deimel und Dorothea Kaufmann - mit ihrem Steuermann Peter Dworzak in der "Bonn" und mit Ernst, mir und Nik in der "Grein". Diese Besetzung wurde bis zum Ende beibehalten.

 

Am Sonntag fand die Anreise ins Botel-Hotel Lisa statt, das im Süden Budapests an einem Seitenarm der Donau im Wasser liegt. Spannung kam auf, weil Milki bei der Anreise mit seinem Motorrad einen Reifenplatzer hatte, der jedoch in jeder Beziehung gut ausging: es ist ihm nichts passiert und er hat das Motorrad wieder flott gekriegt und ist nur zum Abendessen zu spät gekommen - Aufatmen bei den Armada-Damen und bei uns!

 

Der erste Rudertag ( Montag) begann damit, dass wir die Boote noch einmal Flussaufwärts bis Szentendre transportierten, damit auch wir die sehenswürdige Strecke durch  Budapest erleben konnten; und es war die mühevolle Fahrt in Hitze und Stau auch wirklich wert!

Zu Mittag ließen wir uns im "Wasserpark" bei km 1642 verwöhnen. Obwohl dort alles sehr gut war muss ich die "kalte Suppe", bestehend aus einem Fruchtmus in Joghurt und einer Art Topfennockerl als besondere Leckerei extra erwähnen. Der Rudertag endete beim RC Csonakház in Százhalombatta (km 1620) wo wir uns mit Bier erfrischten und am liebsten gleich zum Essen geblieben wären. Aber da Simeon bereits einen Tisch im Klubhotel in Dunaujváros reserviert hatte, verzichteten wir schweren Herzens.

 

Am Dienstag ging es dann 42 km nach Dunaujváros. Zum Mittagessen verzehrten wir mit viel Genuss - wie auch all die weiteren Male - die Köstlichkeiten die uns Simeon gekauft und die "Bonn" mitgebracht hatte. Hervorzuheben ist hier das ungarische "Erös Pista" das wir uns wie Marmelade aufs Brot schmierten - obwohl es ordentlich scharf war - und die rote ungarische Wurst die ebenfalls unerwartet großen Anklang fand. Abgerundet wurden unsere Mahlzeiten durch Müsliriegel von den Armada-Damen und ein bisschen Rotwein.

2. Nacht in Dunaujváros und unspektakuläres Abendessen in der ebenfalls sehr unspektakulären gleichnamigen Stadt.

 

Am Mittwoch lautete das Ziel 51 km rudern mit Anlegestelle in Paks (km1527). Alle Rudertage waren sonnig und heiß, so dass unsere Bade- und Essenspausen immer eine willkommene Erfrischung boten. Ernst wurde von mir zum besten Bade- und Essplatzfinder erklärt und wir haben gelernt, dass nicht die nach Wiese anmutenden Grünstreifen die guten Anlegestellen sind - Vorsicht Schlamm! - sondern dass mangelnde oder karge Vegetation einen festen Sandgrund erwarten lassen - eigentlich nicht unlogisch!

An Land waren wir immer mit 2 Autos unterwegs, Niks VW-Bus und ein Taxi und hatten zumeist mindestens 1 Std. Fahrzeit,entweder hin oder zurück. Dafür sahen wir auch ein bisschen was vom Land, konnten dreimal im gleichen Bett schlafen und mussten nicht immer aus- und einpacken.

 

Die Donnerstag-Etappe endete in einem Seitenkanal des Hafens von Baja (km 1479). Wir hatten 50 km durch einen ziemlich eintönigen Flussverlauf (unten Steine, oben Bäume und sonst nix) gerudert und ich war ziemlich müde, so dass mir der Kanal /2 km) am Ende schier endlos erschien. Wir legten beim Ruderclub an und fielen in einem sonnenbeschienenen Restaurant am Ufer des Kanals ein und waren trotz belebendem Bier und Simeons Ungemach - er hatte nicht nur unsere "Bagage" ins Hotel in Bájá übersiedelt sondern  auch einen Tisch für uns bestellt - nicht mehr zu einem Lokalwechsel zu bewegen. Das Essen - allem voran die Fischgerichte - waren bei untergehender Sonne vorzüglich und so war auch dieses "schmutzige" Abendessen (ungeduscht im Rudergewand) ein voller Erfolg.

 

Die letzte Etappe (33 km) von Baja nach Mohács (km 1448) hat mir persönlich am besten gefallen. Das Ufer ist abwechslungsreich und wird von den Ungarn mit Ferienhäuschen und Fischern fröhlich belebt. Hier finden sich auch Baumreste im ufernahen Bereich und so konnte es passieren, dass die Bonn einen der dort liegenden "Hochwasserrückstände" touchierte, was für einige Verwirrung sorgte. Aber dann war erfreulicher Weise nur 1 Ruder leicht beschädigt und wir in der "Grein" konnten das "Schwaben" beenden und nach einem Anlegeplatz fürs Mittagessen suchen - was  gar nicht so einfach war. An den schönen Stellen badeten die Ungarn und für uns blieb nicht viel Erfreuliches übrig. Zuletzt hat Ernst dann aber doch seinem guten Ruf alle Ehre gemacht und so trafen wir am Nachmittag glücklich und zufrieden bei der Anlegestelle in Mohács ein.

 

Das Aufladen ging - nicht zuletzt auf Grund der unaufgeregten Mithilfe der Armada-Damen - zügig und ruhig von statten und der Tag und unsere Wanderfahrt fanden bei einem guten Fischessen in Bájá ein zufriedenes Ende - nicht zuletzt weil Milki endlich zu Zigaretten kam, was in Ungarn offenbar alles andere als einfach ist.

 

Ich glaube sagen zu können, dass die Wanderfahrt ein voller Erfolg war, auch weil sie durch unsere "Rudergäste" so frisch belebt wurde, weil Simeon uns wie immer liebevoll rauhbeinig betreut hat und nicht zuletzt, weil Nik die Reise so gut vorbereitet hatte.

 

Disa Medwed

 

 

 

 

 

 

 

 

 


Sponsoren & Partner