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2. - 4. Juli 2010 / Wanderfahrt: Mosoni Duna

Wanderfahrt I: Mosoni Duna, 2. - 4. Juli 2010

 

Unberührte Aulandschaft, endlos scheinende Flussschleifen und ein eindrucksvoller Finalabschnitt auf der Regattastrecke von Györ - so lassen sich die 108km der Wanderfahrt auf der Mosoni Duna zusammenfassen.

 

Fahrtenleiter Lutz Zotti und Transportleiter Nik Nemeskeri hatten im Vorfeld der Tour, die von 2. bis 4. Juli über die Bühne ging, bereits die optimalen Ein- und Ausstiegsstellen, und - besonders wichtig - in Ufernähe liegende Csardas' ausfindig gemacht.

Die erste Etappe Freitag Nachmittag führte von Raika nach Mosonmagyarovar, 32km durch dichte Auwälder auf größtenteils ruhigem Wasser. Überhängende Äste und umgestürzte Bäume forderten den Steuerleuten höchste Konzentration ab: Die Besatzungen von "Kreuzenstein" und "Bonn" wechselten sich beim Handsteuern ab, so dass auch wir Neulinge in die Geheimnisse der Navigation am Fluss eingeweiht werden konnten. Das dritte Boot, die "Aggstein", wurde von Ernst Chowanetz fußgesteuert. Dass ihm trotz rund 50jähriger Erfahrung am Fluss dabei so mancher Fluch über die Lippen kam, war untrügliches Zeichen dafür, wie tückisch manche Stellen waren. Am zweiten Tag wartete bereits kurz nach dem Start ein gefürchtetes Hindernis auf unsere 14köpfige Truppe: Die Wehranlage bei Dussasztómü, kurz nach Mosonmagyaróvár. Doch zur Überraschung aller, die die Tour zuvor schon einmal gemacht hatten, war die Zufahrt von Gestrüpp und Ästen freigeräumt und verlief völlig unspektakulär. Hitze, unzählige Mäander und die üblichen Begleiterscheinungen an Händen und Hinterteilen ließen den zweiten Fahrtabschnitt - vor allem nach der gemütlichen Mittagspause bei Kimle - deutlich länger als 43km erscheinen. Die Freude über das Anlegen in Mecser wurde allerdings durch Milliarden gieriger Mücken getrübt. Nach hektischer Erstversorgung mit Autan, Antibrumm oder einfach Regenkleidung konnten wir uns schließlich auch der Versorgung der Boote widmen. Der dritte und letzte Tag begann ähnlich, wie der vorige geendet hatte, mit einem Kampf gegen das stechende Getier. Die verbleibenden 33km waren dank leichter Strömung auch für die weniger erfahrenen Ruderinnen gut zu bewältigen. Die Tour endete nach der auf rund 10km schnurgeraden Regattastrecke beim Ruderclub Györ, der zweifelsohne über eines der imposantesten, aber auch desolatesten Clubhäuser verfügt.

Fazit: Eine bunt zusammen gewürfelte Gruppe mit Rudererfahrung von einigen Monaten bis 55 Jahren sowie eine Route, die für alle gut bewältigbar war, von einigen Blasen an den Händen abgesehen. Bequeme Unterkunft und hingebungsvoll ausgewählte Speisepläne sorgten für fröhliche Stimmung auch an Land.

Mit dabei waren: Lutz und Traude Zotti, Nik Nemeskeri, Ernst Chowanetz, Isabella Kohler, Isabel Melchinger, Katrin Wurch, Disa Medwed, Johanna Schopper, Silvia Pokorny, Alexandra Reitprecht, Elo Resch-Pilcik sowie zwei Gäste von Ister Linz, Sieglinde Eicher und Ilse Haider.


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