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Der Erste Wiener Ruderclub LIA wurde 1863 gegründet und ist damit der älteste Körpersport treibende Verein Österreichs. ...

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Aktuelles

28.09.2013 29. Internationale Roseninsel-8er Regatta

28.09.2013 LIA Achter bei der 29. Internationalen Roseninsel-8er Regatta

 

Bei ordentlichen Ruderbedingungen, doch einigen Wellen und mäßigem Mit- und nach der Wende Gegenwind, sind wir gestern mit unserem LIA MMB-8er - Laszlo Kokas (stroke), Matthias Schreiner (7), Hannes Böhm (6), Hans Küng (5), Philipp Brandstetter (4), Michael Zwillink (3), Nikola Popovic (2), Simon Stellmer (1), Ruth Wood (cox), Peter Wetzstein (senior cox) am Starnbergersee ein passabel bis solides, wenn auch nicht fehlerfreies und auch sicher nicht eines unser besten Rennen gerudert.

 

Bei Deutschlands größter und durch den Münchner Ruder- und Segelverein Bayern von 1910 e. V. (MRSV) ausgezeichnet organisierten, internationaler 29. Roseninsel-8er Ruderregatta waren 86 Achter Teams (!!) am Start, brachten bei den Massenstarts (in 5 Abt.) das Wasser zum 'Kochen' und ruderten die 12 Kilometerstrecke zur Roseninsel im Starnbergersee hin und nach Wende zurück. Besonders bemerkenswert und mit Vorbildcharakter: Die Starnberger Fahrgastschiffe machten eigens einen großen Bogen um das Regattafeld und ermöglichten so ein Rennen ohne  Behinderungen. Auch sechs Wasserwacht-Boote, die jedes Rennen Wellen schonend begleiteten - und nicht rasten, wie oft bei anderen Rennen - sorgten für Unterstützung, Sicherheit und Fairness am See.

 

Unterstützung - vor allem durch unsern kurzfristig als Ersatz eingesprungen Hannes Böhm - haben wir auch in unserem LIA MMB-8er gebraucht, da wir zwar nach dem Sieg beim Blauen Band 2013 hochmotiviert, aber letztlich nicht gerade vom Glück geküsst zur Langstrecken-Regatta nach Starnberg fuhren, um das vierte zum Alpen-Achter-Cup 2013 zählenden Rennen zu bestreiten. Und tatsächlich haben wir das Rennen eher bestritten als elegant gerudert, wie es eigentlich unser Bestreben war und ist.

 

Dass letztlich dennoch, trotz Ausfall zwei unserer starken MMB8+ Stammruderer - unser Schlagmann & Coach Christian Rabel wurde kurzfristig zum Sonderdienst verpflichtet und unser starker Nikolaus Neugebauer fiel wegen gebrochenen Schlüsselbeins aus - dass trotz der sichtlich erkrankten Steuerfrau Ruth Wood, trotz einer Cox-Box, die bei der Wende beim ersten Wasser im Boot ihre Funktion verlor, und trotz eines schweren Steuerirrtums - in Folge eines Kommunikationsfehlers des Veranstalters, bezüglich der unterschiedlichen Wendepunkte von Schülerbooten (9 km Gesamtstrecke) und aller andern Boote - der uns eine zeitraubende Zusatzschikane und einige Orientierungslosigkeit eingebracht hat - dass wir also trotzdem unser bislang bestes Ergebnis mit dem 5. Gesamtrang (86 klassierten Boote / Rückstand auf Gesamtsieger 1min 15s ) - bisher 7. Gesamtrang (57 klassierte Boot / Rückstand auf Gesamtsieger 3 min 15s) das Rennen beenden konnten, zeigt die in weiten Bereich bereits vorhandene Sicherheit, vor allem die moralische Entschlossenheit und das große Potential dieser Mannschaft, die trotz der Handicaps mit Freude und Motivation unter dem Kommando ihrer neuen, aber bereits voll im Team integrierten, jungen Steuerfrau Ruth Wood rudert!

 

Der 5. Gesamtrang (00:44:27) bedeutet aber auch den Sieg in der MMB8+ Klasse - und damit den Erhalt des 'Pokal Wanderpreises' für den schnellsten MMB8+ (gestiftet v. PV De Laa, NL) und den 2.  Platz bei allen Masters-8er, einzig - aber erneut - vom Masters-8er des Münchner Ruderclub (MRC) geschlagen, der auch das Tagesbestzeit (00:43:22) ruderte, aber eben auch vor starken Mannschaften wie dem MM8+ vom RC Berlin (00:45:52) oder etwa unseren Gegner im Alpen-Achter-Cup, der zweiten MMC-8+ Crew vom MRC (00:47:03 / 11. Gesamtrang) oder der Crew vom ARC Würzburg (00:47:28 / 14. Gesamtrang).

 

Wie stark sich gut trainierte Masters-Teams generell auch im Wettstreit mit Junioren-8er Booten oder Crews der offenen Seniorenklasse im modernen 'Ruder-Breiten-Leistungssportbereich' (Thomas Thallmair, MRSV) schlagen, zeigt einmal mehr die Ergebnisliste des Roseninsel-8ers 2013, wo sich von den rund 17 gestarteten Junioren und Senioren 8+ Mannschaften gerade mal 2 unter den Top 5 platzieren konnten. Es ist sicher im Sinne des Rudersportes, wenn sich dieser Trend fortsetzt, verbunden mit der Hoffnung auf weitere A) sportlich ernsthaft und mit Freude trainierende Mastes-Teams und B) auf starke Junioren- und Seniorenteams, die sich für eine Teilnahme bei den letztlich doch sehr spektakulären Langstreckenrennen nicht zu schade sind - und von den Vereinen auch den nötigen Rückhalt und die entsprechende Anerkennung bekommen.

 

Fazit: Noch nie sind wir mit unserem LIA MMB8+ so nahe am Bayrischen Löwen vorbeigeschrammt, aber letztlich bleibt gerade dadurch der Alpen-Achter-Cup bis zum letzten Rennen, der Langstrecke.CH auf dem Rhein in Eglisau (SUI) am 30. November, spannend.

 

Danke - dem ganzen MMB8+ Team für den großen Einsatz, aber auch allen anderen in der gesamten LIA MM8+ Crew (Michael Stangl, Hannes Matt, Roman Arndorfer, Raimund Haberl, Robert Mosek, Alexander Buchinger, Gilbert Bretterbauer, Manuel Parg, Marcel Krammer, Mislav Bobic, u.a.) für die Unterstützung beim Training, Videofilmen, Transport, Organisieren der Boote, etc!! Last but not least auch ein großer Dank an die 'Fischerrosl' zu St. Heinrich - der wohl wirtlichste Ort sich mit dem Team auf das Rennen vorzubereiten.

 

Hans Küng


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