Erfolgreichster Ruderverein Österreichs

Der Erste Wiener Ruderclub LIA wurde 1863 gegründet und ist damit der älteste Körpersport treibende Verein Österreichs. ...

VIENNA NIGHTROW

Aktuelles

30.6. - 3.7.2016 Henley Royal Regatta

 

The Stewards' Challenge Cup (M4-)

Erster Wiener Ruderclub 'LIA' Austria beat Frankfurter Rudergesellschaft Germania 1869  easily Berks

Erster Wiener Ruderclub 'LIA' Austria beat Ruderclub Tegel and Ruderklub am Baldeneysee Essen Germany  1/2 length Bucks

Hollandia Roeiclub Netherlands beat  Erster Wiener Ruderclub 'LIA' Austria  1 3/4 lenghts Berks

zur Erklärung : Bahn1 liegt nahe dem Themseufer der Grafschaft Berkshire (gespr. Barkscha oder so ähnlich), abg. Berks, gesprochen Barks

Bahn 2 ist  auf der Seite der Grafschaft Buckinghamshire, abg. Bucks .  Logisch also, dass die Briten nicht von Bahn 1 und 2 sprechen sondern von Berks und Bucks ......... this is good old England !

 

 

Einer Einladung der Stewards der Royal Henley Regatta folgend, starteten drei U23 Boote des Österreichischen Ruderverbandes, darunter Ferdinand Querfeld und Christoph Seifriedsberger. die gemeinsam mit Florian Walk STA und Gabriel Hohensasser VIL die Gelegenheit hatten traditionelle britische Ruderluft im ungesteuerten Vierer zu schnuppern. 

 

Die seit 1839  ausgetragene Regatta auf der Themse steht gemeinsam mit dem Tennisturnier von Wimbledon und dem Pferderennen in Ascot unter königlicher Patronanz. Dementsprechend sind auch die Vorschriften: die Stuarts Enclosure darf man nur mit speziellem Ausweis und Clubjackett + Krawatte betreteten. Jeans sind strengstens verboten - beige Chinos sind angesagt. Für die Damen sind knielange Röcke vorgeschrieben, Hüte (mit abenteuerlichen Designs) werden von sehr vielen getragen. Auf dem gesamten Gelände besteht absolutes Handyverbot - heutzutage  gewöhnungsbedürftig - übermäßiger Alkoholgenuss dagegen scheint toleriert zu werden.....Die Streckenlänge beträgt  jeweils eine Meile und 550 yards (2,112 km). Wegen der geringen Breite der Regattastrecke können jeweils nur zwei Boote gegeneinander antreten (nicht einfach zu steuern). Die Organisation der Regatta ist schlicht perfekt und rein gar nichts wird hier dem Zufall überlassen. Die Quartiere sind alle privat und für die Vermieter ist es eine Ehre die Rudergäste zu "hosten". Wir wurden wie Freunde aufgenommen. Unser Landlord lebte jedes unserer Rennen live mit und empfing uns nach dem Einzug ins Finale daheim mit einer eingekühlten Flasche Champagner.

 

Die österreichischen Boote wurden in der höchsten, der internationalen Leistungsklasse eingeteilt (der 4- in der Steward's Challenge), dementsprechend groß war auch das Medieninteresse mit TV Auftritten und Interwievs. Tausende Zuschauer säumen die Ufer und es herrscht Volksfestcharakter mit zahllosen Bars und Fressstandln auf der Promenade vom Start bis ins Ziel. Eine Besonderheit ist, dass die Betreuer der Teams in Barken (really posh) mit dem Schiedsrichter mitfahren dürfen, klar, dass kein Coaching erlaubt ist, Trainer Sandhäugl wurde nach dem Rennen gerügt, weil er der Mannschaft mit der Hand Zeichen zur Richtungsänderung gegeben hatte.

Freitag :

Im Vorlauf führte unser Vierer vom Start weg, hatte zu Beginn ziemliche Steuerprobleme, baute aber nach ca. 200m Schlag für Schlag die Führung aus und siegte mit 3 1/2 Längen Vorsprung, "easily" wie bei großem Abstand auf dem Leaderboard erscheint.

Samstag :

Im Semifinale schaffte es unser Vierer den zweiten deutschen Vierer mit einer knappen Länge Vorsprung aus dem Bewerb zu boxen. Ein großartiges Rennen lieferten die Jungs, denn nach anfänglicher Führung der deutschen Riesen gelang es nach ca 500m die Bugspitze (die am Weg zum Start durch ein Ausflugsboot gekappt wurde) in Front zu schieben und die danach herausgeruderte Bootslänge bis ins Ziel zu verteidigen. Die langen Gesichter der deutschen Betreuer verrieten, dass sie ganz und gar nicht mit einem österreichischen Sieg gerechnet hatten. Einfach unglaublich wie unser Vierer vom Applaus hunderter Zuschauer auf dem schmalen Kurs ins Ziel getragen wurde.

Sonntag Finale :

Um 14:30 im Finale gegen den niederländischen Nationalvierer, der zu den Medaillenaspiranten für Rio zählt, hatten wir von der Papierformher nur Außenseiterchancen gehabt. Nach einer knappen Führung vom Start weg auf den ersten 400m zeigte aber der hohe Favorit aus den Niederlanden wo es lang geht und setzte sich souverän in FÜhrung. Unsere Jungs kämpften aber tapfer weiter und konnten im Endspurt die Holländer auch noch zwingen etwas zuzulegen.  

Gratulation an unsere Ruderer zu einer auch in Fachkreisen hoch gelobten Leistung

Der österreichische 2- (Auerbach/Kohlmaier) überstand die erste Runde um dann nach einem achtbaren Rennen gegen ein britisches Spitzenboot auszuscheiden, während der Doppelzweier (Neubauer/Obrecht) gegen Amerikaner im allerersten Rennen schon keine Chance hatte.

 

https://m.youtube.com/watch?v=hC_4pxKrNmA&feature=share

http://www.hrr.co.uk/results/index.php?year=2016

Zusammenfassung Semi finals :

https://www.youtube.com/watch?v=U6CpqB8_vNw

 


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