Erfolgreichster Ruderverein Österreichs

Der Erste Wiener Ruderclub LIA wurde 1863 gegründet und ist damit der älteste Körpersport treibende Verein Österreichs. ...

VIENNA NIGHTROW

Aktuelles

18.7.2015, Sternfahrt Pirat

Erfolgreiche LIA bei der 4. Sternfahrt RC Pirat

 

Gut ists gegangen - nichts passiert ist! Mit viel Freude darf ich kurz von der erfolgreichen Teilnahme der LIA bei der 4. Sternfahrt zum RC Pirat berichten. Und gleich vorweg zum Verdruss des einen oder anderen Spötters - niemand ist zu Schaden gekommen, kein Boot ist gesunken und alle sind bis zur Zielschlusszeit um 16:00 Uhr heil, sonnengebräunt, erschöpft, aber bestens gelaunt in Langenzerdorf beim RC Pirat, dem Zielort der 4. Sternfahrt 2015 angelangt.

 

Mit dabei bei der Fahrt 24 LIAnesInen - natürlich die angestammten LIA Wanderruderer, einige der LIA Fitnessrudergruppe und auch wieder erfreulich viele LIA Masters, die kein unüberwindbarer Widerspruch darin sehen, vorrangig bei Rennen zu starten und dennoch mit viel Freude und viel Grundlagenausdauer bei einer Sternfahrt auf der Donau mitzumachen. Auf alle Fälle eine gute, eine fröhliche aber auch eine schweißtreibende Gelegenheit andere Gesichter, andere Strecken und andere Facetten des Ruderns näher kennen zu lernen und so den Horizont zu erweitern. Und all jene, die meinen, dass Wanderrudern nur etwas für weinselige Folkloristen wäre, die das Ruderboot zum Floß hin missbrauchten, um sich damit in der Strömung gemütlich treiben zu lassen, der kann ja gerne versuchen sich mit der weitesten Fahrt des Tages zu messen - 102 Kilometer, davon 52 Kilometer gegen Strom bergauf im 4x mit Fabian Lahrz, Daniel Drobil, Nathalie Zurr und Verena Menschik (PIR/DOH). Trotz dieser wirklich beeindruckenden Leistung konnte sich die beiden starken Stromruderclubs RC Donauhort (1. Platz) und RV Alemannia (2. Platz) noch vor die Piraten (3. Patz) setzten.

 

Den guten 4. Platz - und damit den besten Platz aller Nicht-Stromrudervereine - belegte die LIA und konnte somit ihr bestes Sternfahrtergebnis 2015 bislang erzielen (Eine Sternfahrt, die des Donauhorts steht noch an). Und eine Sternfahrt war es für die LIA tatsächlich, waren die 7 Boote mit LIA Beteiligung doch auf ganz unterschiedlichen Routen zum Ziel beim Piraten Stromhaus in Langenzerdorf gelangt. 2 LIA Boote - der 4x mit David Ofek, Astrid Ganterer, Isabella Kohler, Ernst Chowanetz (Fußsteuer) und der 5x mit Andrea Fraunschiel, Claudia Fraunschiel, Hannah Köstler, Gabi Thurner und Erwin Huber (Fußsteuer) ruderten von den Normannen stromabwärts zum Kraftwerk Freudenau und dann stromaufwärts, unterbrochen von ein paar Pausen entlang der Donauinsel zu den Piraten. 2 weitere LIA Boote - der 4x mit Otto Hajek, Elo Resch-Pilcik, Disa Medwed, Manfred Seitner (Fußsteuer) und der 5x mit Hanna Schopper, Martina Saukel, Annemarie Goldschmied, Gerhard Goldschmied, Nik Nemeskeri (Fußsteuer, Fahrtleiter) ruderten stromaufwärts via Greifenstein zum Pirat. Einige Kilometer weiter und nach zweimaligem Übertagen gelangten Johannes Slach und Michaela Slach in einer 3x Fahrgemeinschaft mit dem RC Wallsee hin zum Hafen Tullnerfeld, wo sie nach einem etwas fordernden Anlegemanöver mit gutem Essen und Trinken in netter Atmosphäre versorgt wurden. Am weitesten flussaufwärts gelangte der 3x mit Claudia Stuby, Michael Stangl und Hans Küng (Fußsteuer) zum (geschlossenen) Tullner Ruderverein, wo der benachbarte Segelverein Tulln mit einem kühlen Radler als Belohnung einsprang. Mit 56 Kilometer, die Hälfte davon stromaufwärts war dies die längste LIA Fahrt. Nicht viel kürzer, nämlich 40 Kilometer ruderte Hans-Martin Cziczek in einer 4x Fahrgemeinschaft mit den Piraten und umrundete dabei via Freudenau, Albernerhafen, Ölhafen Lobau, Leistungzentrum Neue Donau, Copoa Cagrana, Einlaufbauwerk Langenzerdord die Donauinsel, um dann beim Piraten Stromhaus einzutreffen. Eine spannende Rundfahrt durch Wien, die ich mir auf alle Fälle notiert habe.

 

Wie immer ginge dies alles nicht ohne die Hilfe und das besondere Engagement Einzelner, denen ein ganz besonderer Dank gehört: Dem Fahrtleiter und Stromwart Nik Nemeskeri, der die Organisation und auch den Boottransport gemacht hat, Martina Saukel, die rührige und treibende Kraft im Hintergrund, Erwin Huber, der sich ein Herz gefasst hat und mit dem Fuß dem erfahrenen Stromruderer Ernst Chowanetz nach gesteuert ist, Hannah Köstler, die in letzter Minute eingesprungen ist und somit dem Boot ermöglichte ohne Leerplatz zu rudern, den Normannen, bei denen uns freundlich geholfen wurde und last but not least natürlich den veranstaltenden Piraten, die für Leib und Wohl, aber auch für die korrekte Datenauswertung sorgten und letztlich via Daniel, Fabian, Verena und Nathalie (DHO) demonstrierten, dass man sowohl Österreichischer Meister im Rennrudern und starker Stromruderer gleichzeitig sein kann und dass Stromrudern alles andere als ein Privileg der gesetzten 40+ Generation ist. Danke für diese Motivation!

 

Hans Küng, 2015


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