Erfolgreichster Ruderverein Österreichs

Der Erste Wiener Ruderclub LIA wurde 1863 gegründet und ist damit der älteste Körpersport treibende Verein Österreichs. ...

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Aktuelles

13.9.2014 Blaues Band vom Wörthersee

Damit man auf dem Wörthersee mit dem Blauen Band, eine der schönsten Langstrecken Regatten in ganz Europa rudern kann, muss erst mal das Wasser in den Wörthersee kommen. Und das tat es an diesem Rennwochenende reichlich. Egal ob in Velden, egal ob in Klagenfurt, egal ob Abends oder Morgens, am Freitag oder Samstag - in erster Linie regnete es. Um so mehr spricht es für diese schöne Regatta, dass dennoch 30 Achter aus vier Nationen (AUT, GER, ITA, CRO) in Velden am Start waren und alle nach einem Rennen bei gutem Wasser und leichtem, wechselndem Wind bestens gelaunt im Ziel beim Veranstalter RC Albatros zu Gast waren. Wenn der Regen auch die Tonanlage bei der Siegerehrung etwas forderte, so war die Regatta inklusive dem gastronomischen Rundherum in dem alten und schönen Bootshaus der Klagenfurter, wie stets, durch Ewald Aichinger und seinem Team, bestens organisiert. Herzlichen Dank!

 

Aber auch aus LIA Sicht ein erfolgreiches Rennen. So konnte die aus Ruderern von LIA, Pirat (und diesmal krankheitshalber nicht auch Donaubund) bestehende Masters B V8+ Crew (Schlagmann Robert Hufnagel, Simon Stellmer, Laszlo Kokas, Hans Küng, Alex Farkas, Fabian Lahrz, Raimund Haberl, Nikolaus Neugebauer und Stm. Clemens Troschl) mit einer Zeit von 53;59 wieder sowohl den schnellsten Masters - als auch den schnellsten Riemenachter stellen und musste sich einzig dem Senioren-Doppelrennachter von Wiking Linz (53;54) um- seien wir ehrlich - nach 16 km, um schmerzlich knappe 5 Sekunden geschlagen und dadurch mit dem zweiten Gesamtrang zufrieden geben. Mit vergleichsweise respektablen 1,5 Minuten Rückstand ruderten der Riemenachter der Senioren-Mannschaft von Favorite Hammonia Hamburg (55;28) den zweitschnellsten Riemen 8+ (Gesamtrang 4), vor der wiederum aktivierten und erfreulich starken Master B Crew unserer Nachbarn, der Friesen (56;47) (Gesamtrang 5). Gratulation !

 

Aber auch der zweite, von der LIA organisierte Masters C Riemen Mixed-8er - der `Zwillink-8er` konnte sich bei seinem ersten Rennauftritt gut ins Szene setzten und trotz des erst jungen Bestehens, dank dem konsequenten und regelmäßigen Training mit dem 16. Gesamtrang (12. Riemenachter) genau in der Mitte des Teilnehmerfeldes platzieren (1:03;30). Hier mit an Bord waren Elvira Thonhofer (PIR/Schlag), Michael Zwillink, Philipp Brandstetter, Etienne Couvreur (ARG), Martin Cziczek (PIR), Andrea Fraunschiel, Claudia Fraunschiel, Kurt Palmberger und Stf. Nora Zwillink. Besonders erfreulich aber auch, dass trotz einigen Erkrankungen und trotz einer sehr heterogener Mannschaft, durch das Zusammenhelfen von Ruderern verschiedener Clubs an der Alten Donau und dank dem Engagement von Ruderern und Ruderinnen, die zum Teil auf sehr unterschiedliche Riemenerfahrung zurückgreifen können, eine neue 8+ Mannschaft am Riemen trainieren, starten und erstmalig reüssieren konnte. Auch dies ist ein weiterer, wichtiger Mosaikstein, die etwas verkümmerte Tradition des Riemenruderns und des Riemenachters auch in Österreich vermehrt zu pflegen und die älteste, manche meinen, schönste und eindrücklichste, bei Rennen auf alle Fälle für die Zuschauer spektakulärste Bootsklasse nicht sang- und klanglos allein den großen, starken Rudernationen weltweit zu überlassen. Weiter machen!

 

Letztlich waren noch zwei weitere LIAnesen beim Blauen Band 2014 am Start; Klarerweise ? Franz Nitsche, wie immer im MMH 8er der RGM PIR/LIA/NOR/Oly.RC Rostock/Berliner RC/BBLC mit einer starken Zeit von 1:02;17 (11. Riemenachter, 15. Gesamtrang) und das von der ältesten Mannschaft der Regatta überhaupt (Durchschnittsalter 70 Plus!!). Kurzfristig eingesprungen als Ersatzmann war auch Michael Stangl im Rennen bei einer Deutsch/Österreichischen Gig MXEx RGM (PIR/LIA/Ulm/MRSV/Dresdner RV/Lübecker FEC), die mit einer Zeit von 1:05;06 den 19. Gesamtrang belegte. Stark und hilfsbereit!

 

Dem aufmerksamen Leser wird nicht entgangen sein, dass hier eine Lanze für den Riemenachter (8+) gebrochen wird. Um Missverständnissen vorzubeugen, muss betont werden, dass in keiner Weise die sportliche Leistung der Teams in den Renndoppelachtern (8x+) diskreditiert werden soll, auch steht nicht der der Doppelrennachter als Bootsform oder gar das Skullieren per se im Brennpunkt der Diskussion, ist doch jede 8er Mannschaft, die bei dem Rennen startet, hoch- und gleich willkommen. Es soll an dieser Stelle lediglich angeregt werden, künftig diese beiden Bootstypen 8x+ und 8+ - Skull und Riemen ? getrennt zu werten. Sportlich gesehen, ein faires Muss, würde doch auch niemand auf die Idee, geschweige denn zur Umsetzung kommen, egal ob bei Regionalen, Nationalen, Internationalen Rennen, Championships oder gar Olympia den Riemenvierer (4-) und den bei 2000m um zirka 20 Sekunden schnelleren Doppelvierer (4x) oder den 2- und den wesentlich schnelleren 2x als gemeinsame Kategorie zu werten.

 

Gerade aber auch bei Regatten mit vielen und willkommenen Crews aus dem Breitensport ist es wichtig, stets auch die Sportlichkeit und Fairness hoch zu halten und stets auch dafür zu sorgen, dass immer mal wieder starke und auch bei anderen internationalen Regatten antretende Mannschaften, gerade auch junge Teams, auch aus unseren Nachbarländern, an den Start zu bekommen ? und diese finden sich nun mal beim 8er in der klar definierten Bootsklasse 8+. Dies dient der Regatta, die wie bereits erwähnt, zum Feinsten an Langstrecken Regatten zählt, dies dient aber auch dem Rudersport generell. Eine Veränderung wert!

 

Zum Schluss wie immer ein herzliches Dankeschön an alle die dabei waren und so das Rennen ermöglichten, Respekt und Dank all unseren Gegnern, an all die Helfer beim RC Albatros, die Organisatoren, an unseren eigenen Oberbootsmann Roman Arndorfer, an den unermüdlichen Organisator Michael Zwillink und 'last but not least' an unseren Hängerfahrer und Ruderer Philipp Brandstetter, der beides äußerst souverän bewältigt hat. Hoffentlich nächstes Jahr wieder!

 

Hans Küng, September 2014

 

 

 

 

 


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