Erfolgreichster Ruderverein Österreichs

Der Erste Wiener Ruderclub LIA wurde 1863 gegründet und ist damit der älteste Körpersport treibende Verein Österreichs. ...

VIENNA NIGHTROW

Aktuelles

27.-29.9.2019 92. Österreichische Staatsmeisterschaften

Resümee der Österreichischen Meisterschaften 2019 (in OÖ kurz "Stootz"): 

 

Der Gesamtscore von 6 Österreichischen Meisterschaften war durchaus ein Erfolg für die LIA. Vom Rekord aus dem Jahr 2013 mit 13 Titeln waren wir zwar weit entfernt, aber auch vom Tiefpunkt aus den 80er Jahren, wo wir außer dem Junioren Zweier ohne nichts gewonnen haben. Seit 1967 hat die LIA durchgehend alljährlich zumindest einen Titel geholt.

 

Staatsmeisterschaften (ausschließlich Olympische Bootsklassen mit mindestens 3 Startern aus 3 Vereinen) :

 

Sehr erfreulich war, dass dieses Jahr alle LIA Stars am Start waren und zwei der 3 US Studenten wieder an der ÖSTM teilgenommen haben wodurch es möglich wurde, dass die LIA wieder der stärkste Riemenverein mit zwei von drei möglichen Staatsmeisterschaften wurde. Der Zweier ohne wurde ja leider vergeigt. Mir ein Rätsel, dass das Schlagpaar aus einem Weltklassevierer technisch nicht harmoniert. Vielleicht wird im Training nicht so viel Wert auf technische Drills gelegt? Der Sieg im Achter ist freilich der Höhepunkt jeder Meisterschaft. Die mannschaftliche Stärke der LIA liegt auch darin, dass wir als einziger Verein alle vier Achter stellen konnten : Junioren M und W, Männer und Frauen.  

 Meisterschaften (alle Rennen der nichtolympischen offenen Klasse, olympische Boote mit weniger als drei Startern, Leichtgewichtsrennen, Para Rennen, Junioren AB und Schülerrennen)

 

 Positiv, dass die LIA Damen nach langer Durststrecke den LW1x gewinnen konnten. Verantwortlich für die Erfolglosigkeit im Bereich der schweren Frauen sind die Lobnig Schwestern aus Völkermarkt, gegen die seit Jahren niemand in Österreich eine Chance hat. Diese Dominanz muss man akzeptieren, wenn eine Weltklasseruderin wie Magdalena Lobnig, egal in welchem Völkermarkter Boot sie (1x,2x,2-,4x,4-) sitzt, dieses zum Erfolg führt. Im LW2x finden sich hingegen so gut wie nie Gegenmeldungen die unserem starken Duo entgegentreten - daher wird diese olympische Bootsklasse gar nicht ausgefahren, traurig die Situation im Damenrudersport. 


Bei den männlichen Leichtgewichten hatte die LIA kein einziges Boot am Start. Der Grund dafür ist, dass die LIA Jugendauslese jahrelang auf schwere Jungs ausgerichtet war und dass aussichtsreiche Leichtgewichtsruder zu anderen Vereinen gewechselt haben, wo sie sich besser aufgehoben fühlen . Mit Erfolg, es sei ihnen gegönnt. Sensationell dominant waren die LW Ruderer des WRC Pirat, die alle OÖ Stars "vernichteten", besonders hervorzuheben Rookies, wie Kreitmeier und Kellner die die hochgelobte Ottensheimer Olympiahoffnung Schöberl/Kepplinger mit 2/100 sec hinter sich ließen. Schöberl/ Kepplinger hatten ja am Freitag die Querfelds sensationellerweise im M2- geschlagen. Vielleicht haben sie sich dabei etwas übernommen, denn in ihrer Domäne haben sie alle Rennen gegen die echt top vorbereiteten Piraten verloren, Respekt dem Trainer Julian Endlicher und seiner gesamten Mannschaft.

 

Die erste Para Meisterschaft für die LIA holte Elli Thonhofer. Dieser Erfolg ist aber nicht auf LIA Mist gewachsen, Para Nationaltrainer Alex Farkas hat den 2x zusammengesetzt und betreut - danke. Para Rudern hat bei der LIA  bis auf einen Einzelfall, der uns nach einem Jahr wieder verlassen hat, noch nicht Einzug gehalten, vielleicht wird es ja noch eines Tages.

 

Die Junioren A männlich und weiblich traten bei dieser ÖM, ausser im Junioren Achter kaum in Erscheinung.

Die Mädchen haben im Laufe des Jahres aus verschiedenen Gründen ihre Ruderkarrieren, bis auf eine Ausnahme, beendet. Vielleicht waren sie auch zu früh sowohl national als auch international erfolgreich und haben ein Leistungsplateau erreicht wo kein Fortschritt mehr spürbar war, vielleicht lag es an der Betreuung, die den Damen nicht gepasst hat - allemal schade, denn zu Meistertiteln hätte es schon noch gereicht. Im Vorjahr hatte die Truppe noch 5 Meistertitel geholt wobei nur eine in die Seniorenklasse aufgestiegen ist (allerdings die Stärkste, die leider auch ihre Karriere beendet hat) .  

Die männliche A Juniorengruppe , die bis zur Indoormeisterschaft mit sich selbst und dem geforderten Training nicht ganz klar kam und auch Einzeltendenzen bezüglich Mannschaft und Zielen zeigte, war mit zwei zweiten Plätzen noch gut bedient, wobei es gerade der von ihnen gehasste Achter war der ihnen heuer den größten Erfolg mit einem zweiten Platz brachte. Nachdem keiner in die Seniorenklasse aufsteigt, könnte bei effektiverem Training und größerem Vertrauen in die Trainer mehr herausschauen. Wer sich nicht in dieses LIA System einklinken kann ist aber besser in einem anderen Verein aufgehoben - ob das der erfolgreichere Weg ist bleibt offen. Etwas schwierig ist die internationale Zielsetzung, denn dadurch, dass die Mehrheit der Gruppe keine Österreichische Staatsbürgerschaft besitzt, ist eine Teilnahme am Coupe de la Jeunesse nicht möglich und eine Qualifikation zur JEM oder WM, wo ein Start mit ausländischem Pass, aber Wohnsitz in Österreich, erlaubt wäre, doch nur mit einer extremen Leistungssteigerung erreichbar.   

 

Gerade zur Österreichischen Meisterschaft geriet die Juniorinnen B Truppe in eine Krise. Krankheit verhinderte bei einigen ein geregeltes Training und so retteten die großen Favoritinnen für sämtliche Meisterschaftstitel gerade noch eine Goldene ins Ziel. Es ist nicht das erste Mal, dass im Herbst die Felle bei den B Mädchen  davon schwimmen, in der ersten Hälfte der Saison werden Seriensiege mit enormem Vorsprung herausgeholt und zu Saisonende ist von dieser Dominanz nichts mehr über. Die Kritik meinerseits ist, dass ich nach der optimalen Vorbereitungswoche in der letzten Ferienwoche die Damen sehr wenig am Wasser gesehen habe..... 

 

Die B Jungs haben eine gute Saison hinter sich, wobei der Schwerpunkt beim Riemenrudern gesetzt wurde. Einerseits wegen des ÖRV Achter Projekts welches ein Muss für die LIA ist, andererseits aus langer Tradition da der JuniorB Vierer seit vielen Jahren, schon zu Karl Boyers Trainerzeiten, fest in LIA Händen ist. Das Skullen wurde heuer nur nebensächlich betrieben, wobei vor der Meisterschaft kaum Zeit für das Skulltraining überblieb und die Ergebnisse mit einem vierten Platz im Vierer und Platz 3 und 4 im Doppelzweier nicht so schlecht waren. Auffallend ist, dass die internationalen LIA Erfolge der LIA ausschließlich im Riemenbereich errudert wurden und heuer weder bei der Junioren Wmnoch bei der U23 WM ein Riemenboot dabei war - man könnte im ÖRV vielleicht darüber nachdenken.   

 

Anfang der Saison hatte die LIA nur eine Handvoll Schüler , Schülerinnen so gut wie keine. Das LIA Ziel im Schülerbereich heißt einen Schülerinnen und Schüler Vierer zur Meisterschaft bringen, was auch gelang. Ein engagierter Trainer hatte die Gruppe fest in der Hand, bis er sein Studium beendete, knapp vor der Meisterschaft zu arbeiten begann  und damit nicht mehr voll im Einsatz war. Der Nachfolger übernahm die Truppe mit viel Engagement, hatte aber nur wenig Zeit sich einzuarbeiten. Das Resultat war zumindest ein zweiter Platz im 2x, ein eher enttäuschendes Resultat im Vierer und eine Mädchen Vierer am Start.

 

Der erfolgreichste Verein bei diesen Meisterschaften war der RV Wiking Linz mit 11 Titeln . Es ist der Lohn für engagierte Trainerarbeit im Nachwuchsbereich nachdem ein Loch im Seniorensektor entstanden ist und der ?ewige? Zweikampf LIA-Wiking  im Männer Achter wegen Fehlens der Linzer nicht stattgefunden hat. Im Vorjahr erging es der LIA gleich, wo wir auch keinen Achter in dieser Kategorie stellten. Gratulation für diese erfolgreiche Arbeit .

 

Perfekt waren die Streckenverhältnisse auf der Neuen Donau. Meist optimales Wasser, minimalster Gegenwind, meist aber Schiebewind in allen Varianten,niemals aber Schaumkronen. Wie zum Hohn fegte Montag ein Sturm mit 90 kmh über die Strecke - Schwein gehabt. Die Organisation lief auch perfekt ab und es sei allen WRV ein Dank und großes Lob ausgesprochen die hier mitgearbeitet haben. Allen voran ÖRV Vize Walter Kabas der sich nicht zu schade war die Bootsständer aufzubauen und sich aufs Startfloß zu legen - das nenne ich vorbildhaft - Danke

 

Sandy

 

Danke auch an das TrainerInnenteam!:

 

SchülerInnen: Nikola Krlovic, Johannes Weberndorfer, Assistenz: Maria Meidl

Juniorinnen: Vici Slach, Caro Haginger, Steffi Borzacchini

Junioren: Peter Pomper, Kurt Sandhäugl

SeniorInnen: Organisation Roman Arndorfer und Kurt Sandhäugl

 

 

 

 


Sponsoren & Partner