Erfolgreichster Ruderverein Österreichs

Der Erste Wiener Ruderclub LIA wurde 1863 gegründet und ist damit der älteste Körpersport treibende Verein Österreichs. ...

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Aktuelles

9.10.2018 2.Runder Tisch Alte Donau

Senatsrat Dipl.-Ing. Gerald Loew und sein Team informierten die Interessensgemeinschaft Alte Donau ( Fischer, Bootsvermietungen, Segler, Ruderer, Naturfreunde, Anrainer , etc.) zu einem mittlerweile zur Routine gewordenen runden Tisch über den aktuellen Zustand der Alten Donau und gab einen Überblick über die heuer getätigten Aktivitäten um das Gewässer für möglichst alle optimal nutzbar zu machen.
Das heurige Frühjahr bescherte eine böse Überraschung, da eine sehr späte Eisdecke das geplante frühe Mähen unmöglich machte und die unmittelbar darauf folgende ungewöhnlich frühe Hitzewelle ein eexplosionsartiges Wachstum der Makrophyten begünstigte. Im Volksmund werden die Wasserpflanzen oft als Algen oder Schlingpflanzen ("Schlingerer") bezeichnet wie uns Herr Professor Haberl mitteilte. Der Bösewicht heißt Tausendblatt (Myriophyllum)und ist einerseits für die gute Wasserqualität als auch als optimale Brutstätte für die Fischwelt notwendig - auf der anderen Seite hassen Ruderer, Segler und Schwimmer die wuchernde grüne Pest. Die MA 45 wendet sehr viel Mühe, Zeit und Geld auf um die Alte Donau einigermaßen für die Nutzer attraktiv zu gestalten obwohl das,  streng gesehen, gar nicht ihre Aufgabe wäre. Das Gewässer gehört der Donauhochwasserschutz-Konkurrenz (gegr. 1927 unter Beteiligung des Bundes, Land NÖ und Wien. Geschäftsführende Stelle ist die Via Donau). Echt Österreich - keiner will so wirklich zuständig sein - also hat sich die Stadt Wien der Alten Donau angenommen, man will ja etwas für seine Bürger tun. Die MA 45 ist auch wirklich sehr bemüht es allen Recht zu machen, ist sehr kooperativ und muss auch viel Kritik durch Bürger, Presse und Opposition einstecken.
Bei der heutigen Besprechung wurden aber die heurigen Bemühungen der MA 45 von allen sehr gelobt und ab Juli hat man die Makrophytenpest wieder einiger Maßen in den Griff bekommen. Neue Mähamphibienfahrzeuge wurden angeschafft, aus den Fehlern der vergangenen Jahre hat man viel gelernt und die Bewirtschaftung wurde wieder direkt der Magistratsstelle unterstellt. Die Auslagerung an die Segelschule Hofbauer hat nicht recht funktioniert, abgesehen davon, dass vor dem Gelände der Segelschule die Makrophyten keine Chance hatten an die Oberfläche zu kommen.
Für 2019 ist geplant das Tausendblatt durch niedriger wachsende Pflanzen zu verdrängen - ob das gelingt wird sich weisen. Probefelder mit diesen Pflanzen haben schon 2018 erste Erfolge gezeigt.
Das Stutzen der Makrophyten zeigte auch gleich Auswirkungen auf die Qualität - dort wo geschnitten wurde war das Wasser sofort trüber - sogleich wurde die Presse alarmiert. Eine wahrlich nicht leichte Situation für den verantwortlichen Stadtrat.
Im Sinne des EWRC LIA bedanke ich mich für den Service der Gemeinde Wien.


Kurt Sandhäugl


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