Erfolgreichster Ruderverein Österreichs

Der Erste Wiener Ruderclub LIA wurde 1863 gegründet und ist damit der älteste Körpersport treibende Verein Österreichs. ...

VIENNA NIGHTROW

Aktuelles

11.5.2019 Wiener Achter Donaukanal

WIENERACHTER 2019  EUROPES SLOWEST and FASTEST REGATTA 

2. Gesamtrang knapp hinter Danubius Novi Sad SRB für die Renngemeinschaft LIA /DOB (V8) 

Triplesieg für Györ HUN im Capitals Cup (Prag, Zagreb, Budapest, Wien)

Erfolgreiche LIA beim WIENERACHTER 2019

Wien 11. Mai. 38 Achter Crews aus 5 Nationen waren dieses Jahr dabei, beim legendären Ruderrennen auf dem Wiener Donaukanal, dem WIENERACHTER, darunter auch 7 Achter der LIA oder mit starker LIA Beteiligung. Der für die Ruderer, Steuerleute und Zuschauer attraktive  Kurs auf EUROPAS SCHNELLSTER UND LANGSAMSTER REGATTA führte im ersten Lauf gegen die Strömung von der Wiener Urania 2500m stromaufwärts zur Friedensbrücke ? also direkt unter den Füssen der kulinarisch und kulturell belebten Kanalpromenade entlang. Nach einer nicht zum Rennen gehörenden Wende und Neuaufstellung der Boote oberhalb der Friedensbrücke führte dann ein spritziger zweiter Lauf mit der Strömung wieder hinunter zum Ziel bei Hermanns Strandbar. Für die Gesamtzeit wurden dann beide Läufe addiert und gewertet. Gestartet wurde in drei Abteilungen um in den Pausen dazwischen den Kursschiffen am Kanal Platz zu machen.

Um es gleich vor hinweg zu nehmen, am glücklichsten und unglücklichsten zugleich verlief es wohl für unsere Lianesin und V8 Steuerfrau Hannah Engelmaier. Glücklich, weil sie mit der Männer Mannschaft von Novi Sad, der wir sie als Steuerfrau inklusive Boot in der zweiten Abteilung geliehen hatten, die schnellste Gesamtzeit und damit den Sieg mit 17:58 beim Wienerachter 2019 erringen konnte. Unglücklich, weil sie ihre eigene V8 Mannschaft in der dritten Abteilung mit einer ausgezeichneten und mutigen Linie entlang der Kaimauer gegen die Strömung in eine top Position brachte, dann allerdings bei der Kurve der Kaiserbadschleuse kurz eine zu ambitionierte Linie und die V8 Crew an die Mauer fuhr. Wie sich später herausstellen sollte, war das notwendige Stoppen des V8 Bootes um wieder von der Mauer weg zu kommen rennentscheidend, konnte V8 die geschätzten rund 10 Sekunden Zeitverlust trotz der schnellsten Zeit im zweiten Lauf nicht mehr ganz wett machen und wurde hinter Novi Sad mit knapp 6 Sekunden Rückstand Zweiter mit 18:04. Eine glückliche und unglückliche Hannah stand also gleich mit zwei Teams auf dem Siegertreppchen auf Platz 1 und 2 vor den drittplatzierten Männern aus Padua, 18:38. Ihre eigene V8 Crew, mit den LIAnesen Jacob Blankenberger am Schlag, Nikolaus Beer, Alexander Kratzer, Christian Pühringer, Oliver Lehrer, Alexander Chernikov, Andreas Kral DBU,  Hans Küng am Bug nahmen es gelassen, hatte Hannah doch einmal mehr gezeigt, dass sie in der Lage ist ein 20 Meter langes Boot bei Schlagzahl 34 unter Rennbedingungen, Topspeed und starker Strömung so entlang der hohen Kaimauer zu steuern, dass die Riemenblätter kaum jemals mehr als eine Handbreit neben der Mauer ins Wasser fassten. Das ist viel Können und viel Risiko aber das bringt auch die Zeiten gegen die Strömung bei jenen Teams, die am Schluss ganz vorne mitmischen. Jeder der schon mal so eine Linie gefahren ist kann sicher gut nachfühlen, warum dabei nicht nur der Puls der Ruderer sondern auch jener der Steuerfrau während dem ganzen Rennen stets im roten Bereich tobte, wie die Auswertung der Pulsuhren ergab. Also Hannah Kopf hoch, das war eine ausgezeichnete Leistung von dir und der kleine Ausritt hat uns nicht viel mehr gekostet, als er ganz bestimmt gebracht hat, um weiter starke Crews, wie etwa die Männer von Athlétika Györ 18:43, immerhin Gewinner des Capitals Cups, deutlich zu schlagen.

Einmal mehr eine Spitzenleistung und die schnellste Zeit bei den Frauen Booten ruderten die LIA Studentinnen, die im Boot für die Universität Wien ruderten. Mit 20:18 und dem 14. Gesamtplatz aller 38 gestarteten Teams sicherten sich Henriette Ringleb am Schlag, Katrin Stögmüller, Caroline Haginger, Theresa Zekoll, Laura Kermer, Greta Haselmann, Anika Kern DOW, Lea Spierer und Cox Lukas Weninger PIR, nicht nur den klaren Sieg bei den Frauen vor Athlétika Györ 21:39, sondern schlugen auch etliche prominente Männerteams. Dabei mussten zwei der Frauen kurzfristig zweimal die Langstrecken-Regatta rudern, da die Crew am Renntag leider gleich von zwei Ausfällen betroffen wurde; Steffi Borzacchini verunfallte auf dem Weg zum Rennen mit dem Rad und bekam einen Gips auf die Hand und Lara Schaffer musste mit Fieber im Bett bleiben. Dennoch zu gewinnen zeigt, wie stark aufgestellt das Studentinnen Squad bei der LIA leistungsmäßig ist. Den beiden verunfallten und erkrankten Ruderinnen wünschen wir auf diesem Weg gute und schnelle Genesung.

Dass der stark strömende Donaukanal seine Tücken hat und sowohl von den Steuerleuten, als auch von den Crews viel abverlangt, mussten auch die drei weiteren Riemen-Achter mit hoher LIA Beteiligung erfahren, ganz besonders wenn es um Überholmanöver von langsameren Crews ging. Oft reicht eine kleine Unaufmerksamkeit und schon fliegen einem die Riemen voll mit Krebsen um die Ohren, die den bis dahin durchaus solide rudernden Z8er der LIA Masters Männer abrupt und nahezu Manöver unfähig zum Stehen brachte und dadurch auch noch ein eigenes Mixed Universität Wien Boot mit lauter LIAnesInnen drin, die ausgezeichnet unterwegs waren und überholen wollten, unglücklich den Weg versperrte. Um so beachtlicher, dass die LIA Studentinnen und Studenten unter Steuermann Lukas Weninger PIR, nicht die Nerven verloren und mit Nora Zwillink am Schlag und Greta Haselmann, Selina Juritsch, Anika Kern DOW, Manuel Parg, Fabian, Ledutke, Andreas Pinzek und Tobias Heimschüssel mit einer Zeit von 19:42 dennoch ihre Kategorie gewannen mit Gesamtplatz 9 unter die Top Ten der Regatta fuhren. Aber auch der nach zwei Krebsen mit total verbogenen Streben und entsprechend verstellten Anlagen schwer ramponierte Z8 konnte sein Rennen fortsetzten und erreichte mit Philipp Brandstetter am Schlag, Thomas Hirm, Michael Stangl, Stephan Fürnkranz, Erwin Huber, Martin Horauer, Michael Nandori, Michael Shea und Cox Sabine Farkas PIR, etwas gerupft und gezeichnet aber nicht gebrochen mit einer Zeit von 21:56 und dem Gesamtrang 23 das Ziel. Mit nicht minder wenig Ungemach hatten die LIA Studenten im Universität Wien Männer Achter zu kämpfen, versperrte doch auch ihnen ein eingeholter italienischer Achter den Weg  beim Überholen was Zeit und Kraft kostete. Die Männer mit Leo Büll am Schlag, Max Lehrer, Fabian Ledutke, Manuel Parg, Marc Richter FRI, Maximilien Marinow, Florentin Heim PIR, Tobias Heimschüssel und Cox Matthias Schreiner nahmen es sportlich und kämpften sich mit einem guten zweiten Lauf und einer Gesamtzeit von 19:50 zurück auf den 11. Gesamtplatz.

Bei den LIA Doppelachtern feierten einige LIA RuderInnen ihr Comeback, wie andere wiederum ihre Regattapremiere erlebten und erzielten sowohl im Masters Frauen Achter als auch im Mixed Doppelachter der LIA Fitnessgruppe unter den routinierten Steuerleuten unfallfreie Fahrten  und beachtliche Zeiten. Mit Steuermann Matthias Schreiner und Karina Zehetner am Schlag, Michaela Slach, Catherinne Gentil, Ellen Büll, Jadranka Zivkovic, Tamara Glen, Carina Texl und Dorothea Rudolf konnten sich die Frauen bei ihrem ersten Auftritt in dieser Besetzung mit einer Zeit von 22:26 und dem 30. Gesamtrang ganz wacker ins Szene setzten. Man darf gespannt sein auf die weiteren Rennen dieser gut strukturierten Frauen Crew, die ein regelmäßiges Training und den freundschaftlichen Zusammenhalt, die Basis eines jeden guten Achters, behutsam pflegen.

Dabei sein und Spaß am Regattarudern haben, war die Devise der Mixed Red Admiral Crew der LIA Fitnesstruppe, die diesmal ihr preisgekröntes und namensgebendes Schwergewicht-Gig-Achter Boot, RED ADMIRAL, gegen ein wohl eher nur halb so schweres Doppelrennachter Boot eingetauscht hatten und sich ebenfalls kompakt präsentierten konnten. War zu Beginn des Rennens noch ein knapp vor ihnen fahrendes Boote der Wasserrettung mit entsprechend produzierten Wellen der Hauptgegner, so konnte die Crew unter Michael Ruthner am Steuersitz, Peter Dworzak am Schlag, Johannes Niesner, Wolfgang Wienert, Claudia Wienert, Disa Medwed, Gerhard Goldschmied, Annemarie Goldschmied und Karin Hammer immer besser ins Rennen finden und so nicht nur ihre Kategorie mit einer Zeit von 24:28 und dem 36. Gesamtrang direkt vor ihrem Klassengegner, den Stromruderen vom RC Normannen gewinnen, sondern auch die Ruderinnen von Canottieri Lario, Italien, schlagen und ein weiteres Mal die Rote Laterne erfolgreich und deutlich um über eine halbe Minute abwehren. Der Umstieg vom Gig- ins Rennboot ist auf alle Fälle mehr als geglückt und findet hoffentlich bei vielen weiteren Rennen seine erfolgreiche Fortsetzung.

Unser aller herzlicher Dank geht aber an den Regattaveranstalter RC Pirat und seinem Organisations-Team um Daniel Drobil, die Schiedsrichter, der Wasserrettung, der Firma Ströck als einer der  treuen Rudersponsoren und all den vielen helfenden Händen vor und hinter der Kulisse und natürlich an unsere starken und zahlreichen Gegner in den Achtern. Mit dem neuen 2x 2500m Format hat sich der WIENERACHTER zu einer äußerst spannenden und toll zu rudernden Regatta entwickelt, der wir alle viel Erfolg, Zuspruch und weitere teilnehmende Achter Crews aus ganz Europa für die Zukunft wünschen. Es hat uns sehr viel Spaß gemacht und wir sind sicher wieder dabei, wenn es 2020 im Rahmen des Capitals Cup wieder heißt: An die Riemen und auf zum WIENERACHTER.

Bericht Hans Küng

Alle Infos :

http://wienerachter.com/ 

Siegesfeier und gemütlicher Ausklang in Hermanns Strandbar (Mündung Wienfluss unterhalb der Urania) 

Ergebnis :

http://wienerachter.com/results-2019/


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