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18.8.2026 Max Schellenbacher Sen. ist verstorben
Nachruf Max Schellenbacher
Zum Abschied von Max Schellenbacher
Einer der ganz Großen des österreichischen Rudersports hat uns für immer verlassen: Max Schellenbacher ist tot.
Es gibt wohl keine Ruderin und keinen Ruderer in Österreich, die oder der nicht irgendwann in einem Schellenbacher‑Boot gesessen wäre. Für die Familie Schellenbacher stand Qualität immer an oberster Stelle – kompromisslos, verlässlich, legendär. Die Firma besteht bereits in der dritten Generation. Und immer arbeiteten Vater und Sohn so eng zusammen, dass es wirkte, als stünden Zwillingsbrüder gemeinsam in der Werkstatt.
Unvergessen bleibt die Freude die Max selbst über jedes fertiggestellte Boot hatte– und das obligatorische Gulaschessen bei der Abholung, während die letzten Rollschienen noch festgeschraubt wurden. Ein Ritual, das einfach zu Max Schellenbacher gehörte.
Besonders in Notfällen zeigte sich Max’ Liebenswürdigkeit und Hilfsbereitschaft. Von kleinen Reparaturen bei Regatten bis zu kompletten Wiederherstellungen – er half, wo immer es möglich war. Als ein LIA‑Bootstransport einst in einem Totalschaden endete und sämtliche Boote zerstört waren, begann Max sofort mit der Arbeit, um die wichtigsten Boote für die LIA wieder auf Kiel zu legen. Auch finanziell räumte er uns damals einen großzügigen Rahmen ein.
Seine Boote waren sein Leben. Und wenn ein „Schellenbacher“ – egal aus welchem Verein – als Erster über die Ziellinie fuhr, ging sein Herz auf.
Die LIA setzte über viele Jahre auf Boote von Max. Raimund Haberl gewann seine WM‑Titel in Schellenbachern, und zahlreiche Meistertitel, darunter auch unsere neun aufeinanderfolgenden Junioren‑Achtertitel, wurden in Schellenbacher Booten errudert. Es war logisch: Erfolg und „Schelli“ gehörten zusammen.
Mich persönlich verband mit Max eine Freundschaft, die weit über das Geschäftliche hinausging. Er wird uns allen fehlen.
Unser tiefes Beileid gilt seiner Familie – besonders Max jun., der sein Alter Ego verloren hat.
R.I.P.
Nachruf verfasst von Kurt Sandhäugl
















