Erfolgreichster Ruderverein Österreichs

Der Erste Wiener Ruderclub LIA wurde 1863 gegründet und ist damit der älteste Körpersport treibende Verein Österreichs. ...

VIENNA NIGHTROW

Aktuelles

Montag, 2. November 2020

01.11.2020 - Rudersaison 2020

Review des Präsidenten


 

Liebe Lianesinnen, Liebe Lianesen! Ich möchte heute ein paar Worte zum Saisonabschluss eines ungewöhnlichen und herausfordernden Ruderjahres an Euch richten. Im Namen der Lia möchte ich an alle Aktiven, sowie deren Betreuern meinen herzlichen Dank und Respekt aussprechen. Die Leistungen die Ihr erbracht habt waren wirklich beeindruckend und ich bin stolz und geehrt, dass ich diesen Verein leiten darf. Bei all den tollen Leistungen, speziell in den letzten Wochen, fällt es mir schwer Alle kurz anzusprechen – dennoch hier ein Versuch:

 

EM 4-: Österreich hat ein olympisches Großboot mitten in der Weltklasse etabliert und in diesem Vierer sitzen mit Ferdinand Querfeld, Rudolph Querfeld und Christof Seifriedsberger 3 Lianesen – noch dazu vier „Eigenbaulianesen“. Das gab es bisher noch nie und es freut mich besonders, dass diese Topathleten nach längerem Auslandsaufenthalt ihre Vereinsbindung stärker denn je behalten haben.

 

Mit 5 Staatsmeistertiteln (im Vorjahr 2) haben wir nach längerer Zeit wieder die meisten Titel zur Lia geholt (vor Wiking Linz mit 3 Titeln). Louisa Altenhuber hat für die Lia den ersten Titel im Fraueneiner überhaupt gewonnen!!! Ganz explizit möchte ich hier auch Louisas Partnerin im Doppelzweier des Olympiakaders Laura Arndorfer erwähnen. Sie hatte heuer verletzungsbedingt eine extrem schwierige Zeit, in der sie aber durch ihre optimistische Art und ihre professionelle Einstellung gezeigt hat, was Topathleten ausmacht: Trotz widriger Umstände dennoch Kurs halten und seine Ziele zu verfolgen – wir wünschen ihr viel Erfolg und Glück dabei.

 

Der Sieg im Frauen Doppelvierer war sicherlich eine große Überraschung. Ein gut eingespieltes Team aus Masterruderinnen und Studentinnen setzte sich klar gegen die stärker eingeschätzte Konkurrenz von Wiking Linz und STAW durch, in deren Booten mehrere Kaderathletinnen ruderten. Herzliche Gratulation an die Siegerinnen Adela Roskowski, Henriette Ringleb, Katrin Stögmüller und Petra Kaudelka.

 

Bei den Männern hat die Lia alle Titel in den Riemenbooten gewonnen. Ferdinand Querfeld und Christof Seifriedsberger gewannen neben dem Vierer mit Rudolph Querfeld und Mattijs Holler auch noch den 2- und schließlich zusammen mit Bruno Bachmayr, Benedikt Neppl, dem Junior Benjamin Svetina, sowie den „Jungmasters“ Alexander Kratzer und Alexander „Boris“ Chernikov mit Steuerfrau Carolin Arndorfer auch noch klar den Männer Achter.

 

Diese Leistungen waren möglich, da sich bei den Staatsmeisterschaften unsere Kaderruderer mit ehemaligen Kaderathleten, sowie Studentinnen und Jungmasters zu einer starken Gruppe zusammengefunden haben.

 

Besonders erfreulich waren die Erfolge in der Schülerklasse. Sowohl die Schülerinnen (Ines Wagner / Johanna Vychytil / Anja Bartl / Elizaveta Mazets / Stm. Laurent Tardieu) als auch die Schüler (Joe Koch-Daubrawa / Tobias Nowak / Peter Horauer / Max Kofler / Stm. Laurent Tardieu) gewannen ihre Doppelvierer. Elizaveta Mazets gewann zudem noch den Schülerinnen Einer. Auch der SCHM 2x ging an die Lia, der Sieg im SCHW 2x wurde nur ganz knapp verpasst. Diese tollen Erfolge zeigen, dass die Nachwuchsarbeit untern den Trainern Johannes „Jojo“ Weberndorfer und Carolin Arndorfer auf sehr gutem Weg ist.

 

In der Juniorenklasse haben wir zur Zeit eine etwas schwierigere Phase. Dennoch konnten die Junioren B ihren 4- gewinnen (Elias Hautsch / Julian Wienert / Teodor-Tan Nguyen-Tien / Daniel Wagner). Der JWB2x ging ebenfalls an die Lia (Isabella Loh / Elisa Beer). Hier auch ein großer Dank an das Trainerteam (Caro Haginger, Kurt Sandhäugl, Peter Pomper). Die erfolgreiche Nachwuchsarbeit in der Junioren B Klasse wurde dann auch durch den Sieg im Junioren B Projekt des ÖRV, sowohl bei den Mädchen als auch bei den Burschen bestätigt.

 

In der Junioren A Klasse war in diesem Jahr erwartungsgemäß wenig zu holen. Dennoch sei hier die Leistung von Benjamin Svetina hervorgehoben, der mit einem 3. Platz im Einer ein hervorragendes Ergebnis einfuhr. Bei erheblichem Gegenwind hatte er gegen den Favoriten Paul Türke von Donau Wien keine Chance, nachdem er ihn 2 Wochen zuvor bei den Landesmeisterschaften von Wien bei Mitwind 2 mal geschlagen hatte (unverständlicher Weise wurde das erste Rennen annulliert und Benjamin gab in der Wiederholung die sportlich beste Antwort und gewann erneut).

 

Auch bei der Gesamtzahl der Österreichischen Meistertitel (Schüler, Junioren, Senioren, Masters) gab es mit 19 Titeln – die ersten beiden Titel eroberten Louisa Altenhuber und Rudolph Querfeld bei der Österreichischen Indoor Meisterschaft gleich zu Beginn des Jahres - eine deutliche Steigerung gegenüber dem Vorjahr mit in Summe 12 Titeln. Insgesamt gewannen 41 Aktive österreichische Meistertitel in Einzelbewerben. Dazu kommt noch der Sieg bei der Österreichischen Vereinsmannschafts Meisterschaft (ÖVMM).

 

Abschließend ist zu sagen, dass die Lia trotz der Covid Krise es geschafft hat, für die Zukunft sportlich sehr stark aufzustellen. Besonders erfreulich sind die starken Impulse aus der Schülerklasse, sowie der Umstand, dass die Lia über alle Alters- und Leistungsstufen gleichmäßig stark und erfolgreich ist. Nur dadurch ist eine nachhaltige, stabile Leistungsentwicklung garantiert.

 

Ich wünsche allen Aktiven und Trainern eine erfolgreiche Vorbereitung für die nächste Saison. Der Winter wird sicher herausfordernd und es ist zur Zeit nicht absehbar, mit welchen Rahmenbedingungen wir hinsichtlich der Coronasituation konfrontiert sein werden. Ich denke aber, dass wir in der Saison 2020 gezeigt haben, wie man sich auf solche Situationen bestmöglich einstellt. Wenn wir solche Krisen als Chance begreifen, dann werden wir diese positive Entwicklung auch über die nächsten Jahre fortsetzen können.

 

In diesem Sinne: Vivat Crescat Floreat – Lia forever

 

euer

Matthias Schreiner


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