Erfolgreichster Ruderverein Österreichs

Der Erste Wiener Ruderclub LIA wurde 1863 gegründet und ist damit der älteste Körpersport treibende Verein Österreichs. ...

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Aktuelles

Donnerstag, 11. März 2021 Von: Hans Küng

11.03.2021 – LIA gewinnt!

30K Challenge geht erneut an die LIA


 

Mit dem sechsten und somit letzten Termin ist die 30K Ruder-Ergometer Challenge 2020/21 erfolgreich zu Ende gegangen. Christian Schramm von Ister Linz sorgte als Administrator und Erfinder der Challenge einmal mehr für einen tadellosen Ablauf des nun zum sechsten Mal ausgetragenen Wettkampfes. Bei sechs Terminen, verteilt über die Wintersaison sollen dabei die Teilnehmer jeweils versuchen, in der Zeit von 30 Minuten so viele Meter wie möglich am Ergometer zu rudern, wobei die vier besten Ergebnisse gewertet werden. Der Namen 30K verweist auf die Orientierungsmarke von 30 Kilometern, die in Summe bei den Männern mit den vier gewerteten Termine durchschritten werden kann; bei den Frauen liegt die Marke bei 26K, also 26 Kilometern. Mit dabei bei der 30K Challenge 2020/21 waren 36 Vereine aus 7 mitteleuropäischen Ländern mit in Summe 421 Athleten, darunter 177 Frauen und 244 Männer.

 

Seitens der LIA nahmen in Summe 105 Ruderinnen und Ruderer an der Challenge teil, wobei sich Vertreter alle Alters- und Leistungsgruppen, von den Schülern, Juniorenklassen, über die Studentinnen und Studenten hin zum Kader, den Masters und selbst zu ein paar engagierten Breitensportler, beim Wettkampf beteiligten. Um gleichzeitig die CoV Sicherheitsauflagen zu erfüllen und das Clubgebäude mit dem LIA Ergo-Gym nicht zu benutzen, waren etliche organisatorische Schritte notwendig. Um so erfreulicher daher, dass die LIA auch dieses Jahr mit 2‘704‘662 Metern als Gesamtsieger aller gestarteten Rudervereine hervorgeht – und dies mit einem doch respektablen Vorsprung von 1‘665‘198m, vor einem stark aufwärts strebenden RC Graz (1‘039‘464m), dem Österreichischen Polizeisport (805,615m) und dem deutschen Ruderverein Prien am Chiemsee (622‘253m) auf dem vierten Platz.

 

Erfreulich weil dies einmal mehr zeigt, wie engagiert und kompakt die LIAnesinnen und LIAnesen für ihren Verein einstehen, wie sie persönliches Kommitment mit sportlichem Einsatz verbinden und so aktiv die Verantwortung in der Gemeinschaft, im Rudersport und darüber hinaus wahrnehmen und pflegen, mit Freude, Vernunft, Gemeinsinn und einem ganz besonderen Kräutchen - der verbindlichen Tat. Nicht im Spekulieren, nicht im großen Wort und der weisen (Aus-)Rede, sondern in der Tat liegt Wohl und Weh des Clubs, liegt Erfolg und Freude, gelegentlich auch Irrtum und Risiko - in einer Tugend des Tuns und des Gestaltens. Nicht auf dem geduldigen Papier, sondern in der persönlich gelebten Haltung und tatsächlichen Bereitschaft, Handlungen und deren Herausforderungen, wie Konsequenzen gemeinsam zu tragen - und sie nicht auf die Schulter nebenan zu delegieren, um dann die eigenen mit Erklärungen des Bedauern erleichtert heben zu können. Gemeinsames Handeln - LIA Spirit!

 

Dass daraus aber nicht nur ein starkes Gesamtergebnis als Verein resultiert, sondern in diesem ‚Milieu‘ auch zahlreiche, starke Einzelleistungen gedeihen, dokumentieren die persönlichen Rennergebnisse bei der 30K Challenge: Hier ein Blick auf ein paar LIA Namen und Zahlen, bei weitem nicht vollständig, die dies untermauern:

 

Raimund Haberl verbessert gleich zweimal hintereinander mit einer finalen Weite von 8186m den Weltrekord bei der Altersklasse 70+ und gewinnt auch die Masters E Klasse vor Hans-Martin Cizezek und Norbert Hlobil, beide ebenfalls LIA. Claudia Wienert gewinnt mit fast 1000m Vorsprung die Masters B Klasse bei den Frauen, in der sich auch Karina Zehetner mit den dritten Platz auf dem Stockerl platziert. In der offenen Klasse gelingt Katrin Stögmüller der zweite Platz vor Henriette Ringleb auf Platz Drei und mit Eva Unger, Caro Haginger, Lisa Gruber, Ari Blenkinsop und Melly Zach landen in Summe 7 LIAnesinnen unter den Top 10. Bei den Masters D Frauen wird Ute Hlobil starke Zweite und auch Elisabeth Cziczek kann mit einem guten vierten Platz aufzeigen.

 

Bei den Schülerinnen gewinnt die LIAnesin Elisaveta Mazets vor ihrer Teamkollegin Anja Bartl und auch bei den B-Juniorinnen ist mit den ersten vier Plätzen, durch Nina Bartl, Isabella Loh, Elisa Beer und Livia Hinterleitner, alles fest in LIAnesinnen Hand. Bei den A Juniorinnen konnte Laura Boyer den zweiten Platz erobern, vor Paula Horauer, die Dritte wird.

 

Eine beeindruckende Mannschaftsleistung brachten die LIA B-Junioren zusammen, die mit Elias Hautsch, Noé Plotiza, Julian Wienert, Teo Tien, Aleks Svetina, Daniel Wagner, Axel Louka und Marc Schreiber die Plätze Eins bis Acht lückenlos belegen konnten. Bei den A-Junioren holen Philipp Bogdanov und Philipp Reisinger Platz Zwei und Drei, einem Ergebnis das jenem der Schüler gleicht, wo Joe Koch, Max Koffler und Peter Horauer die Plätze Drei bis Fünf belegen konnten. Bruno Bachmaier gewinnt mit einem starken Finish die Offene Klasse bei den Männern und Ferdinand Querfeld wird Dritter. Und zu guter Letzt kann Mattijs Holler mit 8885m die weiteste geruderte Einzel-Distanz der Challenge 2020/21 für sich verbuchen.

 

In Summe gelingt es mit Katrin Stögmüller, Henriette Ringleb, Eva Unger, Caro Haginger, Louisa Altenhuber, Claudia Wienert, Adela Roszkowski, Eva Hijlkema, Anna-Sophie Schlemmer, Heidi Beer, Nina Bartl, Laura Boyer und Isabella Loh 13 LIAnesinnen die kritische 7000m Marke zu durchbrechen, genauso wie einer weiteren starken Studentin, unserem LIA Doppelmitglied Marlene Haslinger-Fenzl, die die 30K für Pirat absolviert hat und dabei auch noch den Sieg in der U23 Klasse für sich verbuchen konnte.

 

Bei den Männern schaffen mit Mattijs Holler, Ferdinand Querfeld, Bruno Bachmaier, Rudolf Querfeld, Alexander Chernikow, Nikolaus Beer, Benni Neppl, Raimund Haberl, Teo Tien, Veli Celic, Elias Hautsch, Nikolaus Hautsch, Hans Küng, Giuliano Aloise, Mislav Bobic, Beni Svetina, Noé Plotiza und Daniel Wagner 18 den Sprung über die kritische 8000m Marke.

 

Dass sich aber Teamspirit nicht immer nur an der absoluten Bestweite messen lässt, sondern sich generell an kontinuierlicher Einsatzbereitschaft und Verbundenheit zum LIA Team und Club zeigt, dokumentieren noch ein paar andere Namen eindrücklich: Mit Mike Goldfarb, Norbert Hlobil, Raimund Haberl, Hans-Martin Cziczek und Kurt Sandhäugl hatte das LIA Team fünf Männer mit klingenden Namen dabei, im Alter von oder über 70ig, die in Summe 171‘607 Meter zum LIA Sieg beitrugen!! Und auch bei den LIA Frauen zeigten Ute Hlobil, Elisabeth Cziczek und Helga Dworzak, dass mit ihnen noch jederzeit zu rechnen ist, wenn es darum geht, der LIA zum Gesamtsieg zu verhelfen!!

 

Wir dürfen uns daher sicher über das gute LIA Abschneiden freuen, nicht aber ohne all unseren Ruderkameradinnen und Gegnern aus all den anderen 35 Vereinen zu danken, für die vielen starken Einzelwettkämpfe, die die 30K Challenge allen, ganz egal an welcher Position liegend, geboten hat. Die LIAnesinnen und LIAnesen waren stark – aber auch Andere waren stark und werden hoffentlich von ihren eigenen Vereinen entsprechend gewürdigt. All den Teilnehmern aber, egal ob von der LIA oder nicht und unabhängig davon, mit wie vielen Watt sie bei den einzelnen Terminen auf die Stemmbretter drücken konnten oder wollten, ist eines sicher gemein – sie kommen fit, frisch, motiviert, gesund und gut im Training stehend, in die noch junge (Ruder-)Saison 2021. Dadurch reich beschenkt sehen wir uns bald in den schnellen Booten am Wasser!

 

Viribus Unitis!

Euer Hans

 

 


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